Langst Kierst

Geschrieben von Ludwig Petry

Geschrieben von  Ludwig Petry
letzte Bearbeitung: 27.01.2015

Langst-Kierst_KarteNierst_UmgebungDie St.Martin-Kapelle in Kierst prägt das Ortsbild der über 1100 Jahre alten „Rheingemeinde“ Langst-Kierst nach innen und nach außen. Zum unmittelbaren Umfeld gehören das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende älteste Gut und Haupthof „Haus Kierst“ und ein Ehrenmal. Die Kapelle liegt auf einer hochwassersicheren kleinen Anhöhe. Ihr in frischen Farben erstrahlender Turm akzentuiert die flache Niederrhein-Landschaft und ist der Mittelpunkt der Sichtachsen von den Meerbuscher Stadtteilen Lank-Latum, Nierst und Ilverich aus. Die St. Martin-Kapelle gehört zur katholischen Pfarrei Hildegundis von Meer mit der Pfarrkirche St. Stephanus in Lank-Latum.

                                                                                                                                                Langst-Kierst Wikipedia

St. Martin

Geschrieben von SIEGFRIED SCHARBERT

(Der Text wurde ergänzt von Ludwig Petry am 18.Oktober 2011)St. Martin in Kierst kann mit Recht als die erste Kirchengründung im heutigen Meerbusch gelten. Kierst wird erstmals als Kirihsexta in einer spätkarolingischen Urkunde von 904 erwähnt. Demnach besaß das um das Jahr 700 in Kaiserswerth vom hl. Suitbertus gegründete Benediktinerkloster auch linksrheinisch drei sogen. cellulae und zwar nach der erstgenannten in Kierst zwei weitere in Ilverich (Elfriche) und Gellep (Geldapa). Ihre Bedeutung geht über den wörtlichen Begriff von (kleinen) „Klosterzellen" hinaus; sie werden als Außenstationen, Niederlassungen, Unterkirchen und Wirtschaftshöfe der Abtei interpretiert, die von einem oder mehreren Mönchen geleitet und zu deren eigenem Unterhalt bewirtschaftet wurden. Gemäß der benediktinischen Ordensregel ora et labora gehörte dazu – in welcher Gestalt auch immer – mit Sicherheit eine Kapelle.

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Kunst & Kultur in der St. Martin-Kirche

Geschrieben von SIEGFRIED SCHARBERT

(ergänzt von Ludwig Petry am 14.01.2013)

Der 17 m lange und 9 m breite einschiffige überwölbte Ziegelbau war bis 1980 nur grau verputzt. Er hat ein sogen. Krüppelwalmdach. Der angebaute quadratische fünfgeschossige Glockenturm steht an der Nordwestecke und endet an der Ost- und Westseite im spitzen Giebel unter einem Satteldach. Die geostete polygonale Apsis ist innen durch einen rundbogigen Triumphbogen und drei Stufen vom Schiff getrennt. Südlich der Apsis ist die Sakristei angefügt. An der Eingangsfront, der stilvoll gegliederten Westfassade, sind die Portale und Fenster mit verziertem Natursandstein gefasst. Die beiden Türen und die Sakristeitür sind fast ganz mit dekorativen Beschlägen versehen.

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